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Tragehilfen

Allgemein

Unter Tragehilfen versteht man sowohl Tragetücher, die man in den verschiedensten Weisen binden kann, als auch Babytragen, die man nur noch anlegt und festschnallt.

Der aktuelle Babymarkt ist überschwemmt mit dem Angebot verschiedenster Tragehilfen. Es ist schwierig, den Überblick zu behalten, welche Trage nun empfehlenswert ist und welche nicht. Im Vorfeld ist es ratsam, als Neuling, eine Trageberaterin aufzusuchen, sich durchzuprobieren und das Anlegen und Binden schon mal zu üben, denn man kann auch hier einiges falsch machen, angefangen von Kreuzschmerzen bis hin zur Fehlentwicklung des neugeborenen Körpers.

Ein Baby kann man schon ab dem ersten Lebenstag in einer dafür geeigneten Babytrage oder in einem Tragetuch tragen. Die Tragezeit geht oft bis ins Kleinkindalter, daher sollte man bei Babytragen auf die verschiedenen Größen beziehungsweise auf einen mitwachsenden Steg und ein ausreichend langes Rückenteil achten. Bei Tragetüchern gibt es auch verschiedene Größen, die sich auf die Länge des Tuches beziehen und somit die verschiedensten Bindeweisen ermöglichen.

Anhock-Spreiz-Haltung

Die ASH (Anhock-Spreiz-Haltung) ist die natürliche Haltung, die das Baby einnimmt, sobald man es hochebt. Man erkennt dies am Anwinkeln der Füßchen, wenn man das Baby vor sich hält. Ebenso wichtig ist ein runder Rücken in der Tragehilfe, da die Wirbelsäule des Säuglings noch keine S-Krümmung hat.

Diese Haltung wird in ergonomisch richtigen Tragen und richtig gebunden Tragetüchern erreicht. Die Knie sollten immer in Bauchnabelhöhe des Babys sein, das ist etwa ein Winkel aus 100-110 Grad. Sie unterstützt die Entwicklung der Hüftgelenke des Babys, da das Skelett des Säuglings nach der Geburt zum größten Teil aus Knorpel besteht und somit noch nicht „fertig“ ist.

Tragetücher

Hier unterscheidet man zwischen gewebten und elastischen Tüchern.

Elastische Tücher eignen sich für Neugeborene, werden aber mit zunehmendem Gewicht des Kindes unpraktisch, da man mit der Zeit immer wieder das Tuch nachziehen muss um den korrekten Sitz zu garantieren und die optimale Haltung (ASH) beizubehalten.

Gewebte Tücher eignen sich vom Neugeborenen bis hin zum Kleinkind, da sie sich durch ihre unterschiedlichen Bindemöglichkeiten ihrem Tragling immer wieder aufs neue anpassen und, richtig gebunden, die optimale ASH bieten.

Ring-Slings sind gekürzte Varianten des Tragetuches, hier wird nicht viel gebunden, sondern das Ende durch zwei Ringe gefädelt und festgezogen. Diese eignen sich allerdings eher für kurze Strecken, da es hier für den Tragenden zu einer einseitigen Gewichtsbelastung durch das Baby kommt. Ab dem ersten Lebenstag, auch praktisch, wenn das Kind zu laufen beginnt, da man das Kind schnell aus und in den Sling bekommt, ohne viel zu binden.

Babytragen

Babytragen sind schon völlig fertige Tragehilfen, die man mittels Hüftgurt und Schulterschnallen (FullBuckle) oder Hüftgurt und Schulterteilen zum Binden (HalfBuckle) oder Hüftgurt und Schulterträger zum Binden (MeiTai) anlegt. Wichtig dabei ist, dass eine Babytrage auf Tragetuchstoff sein sollte, da sich diese optimal dem Baby anpasst und eine richtige ASH ermöglicht.

Man sollte hier auf einen verstellbaren Steg (darauf 'sitzt' das baby) achten, dieser 'wächst' mit dem Kind mit. Oft werden die Tragen auch in Babysize (Größe 50/56-74/80) und in Toddlersize (Größe 74/80-104) angegeben. Der Rückenteil und die Kopfstütze sind durch im Stoff eingelassene Bänder oder auch Klettverschlüssen, verstellbar. Der Steg sollte immer von Kniekehle zu Kniekehle gehen, ist dies nicht mehr möglich, ist ein Wechsel zur nächsten Größe nötig.

Namhafte Hersteller

Warum 'Tragen'?

Das Baby zu tragen hat viele angenehme Vorteile.

  • Nähe und Geborgenheit bei Krankheit, Unruhe, Zahnen
  • freie Hände für Hausarbeit oder Geschwisterkinder
  • man ist mobiler als mit dem Kinderwagen (in öffentlichen Verkehrsmitteln ist Platz oft Mangelware)
  • Stimulation des Darmtraktes durch das Bauch-an-Bauch-Tragen verschafft Abhilfe bei Blähungen
  • das Kind wird dazu ermutigt, seine Umwelt genauer zu betrachten ohne überreizt zu werden
  • man muss das Baby nicht dick einpacken, wenn man raus geht, da der Körper des Tragenden ebenfalls Wärme spendet und so die Körpertemperatur des Kindes mitreguliert
  • das Körpergefühl und der Gleichgewichtssinn des Kindes wird durch das Tragen gefördert
  • die Nähe hilft, den Muskeltonus zu beruhigen und dem Kind sich zu entspannen
  • bei richtig gebundenen/geschnallten Tragehilfen baut der Tragende auch Rückenmuskulatur auf und beugt Kreuzschmerzen vor
  • verringert SIDS-Risiko

Studien und Expertenmeinungen

Vorurteile, hartnäckige Meinungen

Oft hört man, gerade von der älteren Generation, dass man das Baby mit dem Tragen in einer Tragehilfe verwöhnt und es so nie lerne, zu krabbeln oder gar zu laufen, dass es im Tuch/in der Trage doch keine Luft bekäme oder so unbequem aussehe.

Das Tragen des Baby fördert sogar das Krabbel- und Laufenlernen, da es sich positiv auf die Entwicklung der Motorik und des Gleichgewichtssinnes auswirkt!

Wenn man sich allerdings die Naturvölker ansieht, bemerkt man, dass diese ihre Kinder von Geburt an bis ins Kleinkindalter tragen. Dort gibt es kaum Hüft- oder Wirbelsäulenfehlstellungen.

Der Mensch ist ein Tragling, das sieht man schon am Moro-Reflex (das Zucken der Arme, wenn man das Baby leicht nach hinten Kippen lässt). Es versucht, sich am Tragenden festzukrallen, damit es nicht fällt. Dieser Reflex stammt noch aus der Zeit des Höhlenmenschen, wo der Mensch noch weit mehr Körperbehaarung hatte, dich im Laufe der Zeit verloren sich diese Haare, dieser sich selbst schützende Reflex blieb allerdings.

Des weiteren haben Studien erwiesen, dass die Sauerstoffsättigung im Tuch oder in der Trage lediglich um 0,8-1% abfällt, dies ist so ein geringer Wert, dass er nicht beachtenswert ist. Im Kinderwagen können es sogar bis zu 8% sein. (Link folgt)

Außerdem hält sich hartnäckig die Meinung, man sehe mit Tuch aus, wie ein Hippie von damals, da die Tuchenden vorne/hinten/seitlich runter hängen. Es gibt allerdings immer die Möglichkeit, die Tuchenden wegzubinden.

Der römische Philosoph Seneca behauptete:

Dein Leben ist glücklich, wenn es deiner Natur entspricht.

Und was ist natürlicher, als unser Baby zu tragen?

(wird noch ergänzt durch diverse Infolinks und Bilder)

tragehilfe.txt · Zuletzt geändert: 2014/01/15 11:38 von chaoskeks90