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Stillen

Warum stillen?

Muttermilch ist die natürlichste und beste Nahrung, die ein Säugling bekommen kann. Als einzige Milch ist sie perfekt auf die Bedürfnisse des Kindes eingestellt und für die körperliche und seelische Entwickung des Kindes notwendig. Ihre Zusammensetzung ändert sich hinsichtlich des Nährstoffgehaltes und der Abwehrstoffe immer entsprechend und reagiert auf das unterschiedliche Wachstum.

Nährstoffe, Vitamine, Mineralstoffe, Enzyme, Hormone und Abwehrstoffe sind immer in optimaler Menge und Zusammensetzung vorhanden und machen die Muttermilch zu einem vollwertigen Lebensmittel, das industriell in dieser Form nicht hergestellt werden kann.

Praktisch ist zudem, dass die Muttermilch immer dabei ist, perfekt temperiert und keimfrei. Muttermilch ist leichter verdaulich, wodurch Stillkinder weniger von Verdauungsschwierigkeiten geplagt werden. Die Abwehrstoffe bieten einen Infektionsschutz vor Magen-Darm-Erkrankungen, vor Infektionen der Atemwege und tragen zum Allergieschutz bei.

Das Saugen an der Brust bedeutet für das Kind einen höheren Kraftaufwand, jedoch wird die Mundmuskulatur anders stimuliert und besser ausgebildet bzw. vorbereitet auf die sprachliche Entwicklung.

Besonder die Mutter-Kind-Bindung profitiert von dem engen Körperkontakt und dieser intimen Beziehung, sie wird nachhaltig gestärkt. Das Baby erfährt Wärme und Geborgenheit, interagiert mit seiner Mutter und baut so eine stabile Beziehung auf. Auch für die Mutter sind die Vorteile des Stillens nicht zu vernachlässigen: Nicht nur, dass es bei der Rückbildung hilft und die Mutter unterstützt, ihre „alte“ Figur wieder zu erlangen, so senkt langes Stillen nachweislich das Brustkrebsrisiko.

Wie funktioniert Stillen?

Auch wenn es die natürlichste Ernährungsweise für einen Säugling ist, ist es nicht immer die einfachste. Anfangsschwierigkeiten, Stillschwierigkeiten, häufiges Anlegen, geringe Gewichtszunahme des Babys und falsche Tipps führen häufig dazu, dass Mütter in den ersten Wochen bereits aufgeben. Dabei kann eine gute Stillberaterin Abhilfe schaffen.

In den ersten drei bis vier Tagen nach der Geburt erhält das Baby von der Brust das Kolostrum, das sehr ausgiebig ist und dem Baby in den ersten Tagen auch genügt, es aber mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt. Durch häufiges Anlegen, im Idealfall alle zwei bis drei Stunden, wird in der Regel zwischen dem dritten und sechsten Tag nach der Geburt der Milcheinschuss ausgelöst. Erkennbar ist er daran, dass der Busen deutlich größer, schwerer und auch hart wird. Nicht selten geht er mit Fieber einher und die Frau fühlt sich krank. Abhilfe schaffen kühle Topfenumschläge und ausstreichen, im Notfall auch eine Milchpumpe. Diese muss mit Vorsicht eingesetzt werden und sollte nur den Druck aus der Brust nehmen. Damit die Milch leichter fließt wird empfohlen, vor dem Stillen einen warmen Umschlag zu verwenden und nach dem Stillen die Brust zu kühlen. Es dauert einige Zeit, bis sich der Milchbedarf eingestellt hat. Überschüssige Milch kann eingefroren werden und ist im Tiefkühler ein halbes Jahr haltbar. Geeignet dafür sind Muttermilchbeutel.

Entscheidend für den Stillerfolg und dafür, dass das Baby genügend Milch erhält, ist die richtige Anlegeposition. Eine erfahrene Hebamme oder Stillberaterin sollte diese der Mutter zeigen. Wichtig ist, dass das Baby Bauch an Bauch liegt, auf einer Linie und den Kopf nicht verdrehen muss. Als Stützhilfe kann ein Stillkissen herangezogen werden, dass das Baby perfekt unterstützt. Neben der Anlegetechnik ist auch die Saugtechnik des Babys entscheidend. Damit dieses gut und kräftig saugen kann, muss es nicht nur die Brustwarze im Mund haben, sondern auch einen Großteil des Warzenhofes. Es muss beim Saugen ein Vakuum entstehen, dann tritt auch der Milchspendereflex bereits nach den ersten Zügen ein. Entscheidend ist, dass das Baby in den ersten Wochen ausschließlich den Busen bekommt und keine anderen Flaschen oder Schnuller, da der Einsatz dieser eine Saugverwirrung begünstigen. Sollte ein Zufüttern nötig sein, kann dieses durch Cupfeeding oder ein Brusternährungsset geschehen, sodass das Baby genügend Milch bekommt, aber keine Saugverwirrung entsteht. Erst wenn ein Baby brustfest ist, besteht eine geringe Gefahr einer Irritation. Und auch nur wenn in der ersten Zeit ausschließlich der Busen gegeben wird, kann sich der Milchbedarf auf das Baby einstellen. Es kommt beim Stillen auch zur Oxytocinausschüttung, die wiederum die Bindung begünstigt. Das Glücks- und Liebeshormon sorgt dafür, dass Mutter und Baby sich wohl fühlen.

Milchbildung und die Fähigkeit zum Stillen hängen nicht nur von der richtigen Technik ab, sondern auch von der Psyche. Dieses feine Zusammenspiel kann durch falsche Tipps, Ungeduld und Stress ins Wanken geraten, die Folge: Stillprobleme:

Zu wenig Milch:

Wird bei den Routineuntersuchungen gemerkt, dass das Baby zu wenig zunimmt, geht man meist davon aus, dass die Mutter zu wenig Milch hat und es wird die Empfehlung zum Zufüttern ausgesprochen. Besser wäre es, die Anlege- und Saugtechnik von einer Stillberaterin kontrollieren zu lassen und um Rat zu fragen, welche alternativen Methoden es beim Zufüttern gibt: eine Stillberaterin wird in diesem Fall das Brusternährungsset empfehlen, da in diesem Fall zusätzlich die Brust stimuliert wird und die Milchbildung in Gang kommt. Anlegen, Ruhe und eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Flüssigkeitszufuhr sind entscheidend für die Milchbildung. Zeitweise kann das Baby auch mit der Cupfeedingmethode zusätzlich Milch erhalten, damit es gestärkt wird und so mehr Kraft beim Saugen hat. Jede Mutter kann genügend Milch produzieren, es hängt nur von Nachfrage und Angebot ab. Eine Störung dieses sensiblen Verhältnisses durch Zufütterung kann ein Ungleichgewicht herstellen, das die Milchproduktion negativ begünstigt. Unterstützend können auch homöopathische Mittel und Tees eingesetzt werden, die in ihrer Zusammensetzung die Milchbildung anregen. Wichtig ist, dass ein Baby nach Bedarf gestillt wird, dass Clusterfeeding akzeptiert und zugelassen wird und das Baby auch nachts bei der Mutter schläft und stillen kann, damit der Bedarf für den nächsten Tag gesichert ist.

Milchstau:

Ein Milchstau ist eine schmerzhafte Verhärtung in der Brust, die durch schlechtes, unregelmäßiges Trinken, einem schlecht sitzenden BH oder eine ungünstige Schlafposition ausgelöst werden kann. Am besten wird ein Milchstau mit abpumpen oder ausstreichen behandelt, gefolgt von Topfenwickel. Topfen kann übrigens auch tiefgekühlt werden und sollte immer im Haus sein. Das Baby muss unbedingt trinken, am besten mit dem Kinn in Richtung des Knotens, so wird der Milchstau am besten behoben. Unterschiedliche Stillpositionen begünstigen ein gleichmäßiges Trinken.

Brustentzündung:

Eine Frau mit Brustentzündung gehört ins Bett, braucht Ruhe. Die Symptome sind grippeähnlich, meist folgt hohes Fieber. Die Brust ist hart und rot. Auch in diesem Fall ist es wichtig, dass das Baby gut trinkt oder die Brust mit Hilfe einer Milchpumpe entleert wird. Topfenwickel und kühle Auflagen sind das beste Mittel, ebenso darf Mexalen als Schmerzmittel verwendet werden.

Offene Brustwarzen:

Ein häufiges Problem zu Beginn des Stillens sind blutige, rissige, offene Brustwarzen. Diese kommen entgegen der Meinung nicht vom häufigen Anlegen, sondern von einer falschen Anlege- und Saugtechnik. Meist erwischt das Baby dann nur die Brustwarze, dies schmerzt. Salben und Heilwolle helfen hier weiter, bei ganz schlimmen Beschwerden können Stillhütchen Abhilfe schaffen. Viele Frauen haben mit einer Laserbehandlung gute Erfahrungen gemacht, die von Hebammen durchgeführt wird.

Soor-Infektion:

Soor ist eine Infektion mit Hefepilzen, die an einem weißen Belag auf der Zunge und an der Wange des Babys erkennbar ist. Stechende Schmerzen während des Stillens können darauf hinweisen, ebenso kann die Brustwarze gerötet sein und juckt. Eine ärztliche Abklärung ist in diesem Fall notwendig und mit Hilfe einer lokalen medikamentösen Verabreichung werden Mutter und Kind behandelt.

Was braucht man fürs Stillen?

In aller erster Linie: Mutter und Baby. Und den Willen, die Geduld und auch die Zeit. Denn anfangs ist Stillen zeitaufwendig. Eine Milchpumpe ist mit Sicherheit eine gute Investition, wobei eine elektrische auf Verordnung auch ausgeliehen werden kann. Eine Handmilchpumpe ist für berufstätige Mütter praktisch, da sie unterwegs abpumpen können und die Milch aufbewahrt werden kann. Ebenso ist ein Stillkissen ein gutes Accessoire, das bei langen Stilleinheiten für eine bequeme Position sorgt. Topfen sollte immer zu Hause sein, ebenso ein Milchbildungstee.

Alternative Stillvarianten

Stillen nach Bedarf ist die beste Ernährungsmethode, doch in einer schnelllebigen und modernen Zeit kehren viele Frauen bereits wenige Wochen nach der Geburt ins Berufsleben zurück. Und viele Frauen entscheiden sich auch bewusst zu einer Zwiemilchernährung, um ein wenig Freizeit zu bekommen und das Baby leichter von anderen fremdbetreuen zu lassen. Um das Baby weiterhin mit Muttermilch versorgen zu können, werden viele Babys teil- oder pumpgestillt. In diesem Fall pumpt die Mutter entsprechende Milchmahlzeiten ab und das Baby erhält diese per Flasche zugefüttert. Ist zu wenig Milch zur Verfügung, wird mit Milchpulver ergänzt. Durchaus ist es aber auch möglich, das Baby voll pumpzustillen, doch der Zeitaufwand ist deutlich höher, wodurch viele Eltern zu einer Mischernährung greifen.

Stillen ist die beste Möglichkeit sein Kind zu ernähren, doch wenn eine Frau sich dagegen entscheidet oder frühzeitig abstillt, so ist diese Entscheidung zu respektieren. Mehr zum Thema Flaschennahrung kann an anderer Stelle nachgelesen werden. Quellen: http://www.afs-stillen.de/ http://www.still-lexikon.de/45_stillprobleme.html http://www.stillen.at/stillberatung/stillberatung_materialien.html http://www.lalecheliga.at/index.php?option=com_content&view=article&id=36&Itemid=11

stillen.txt · Zuletzt geändert: 2014/01/06 11:06 von familiennest