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Hausgeburt

In Österreich erblicken fast alle Kinder das Licht der Welt in einem Krankenhaus. Eine Alternative dazu stellt die Hausgeburt dar. Wie der Name schon sagt, wird das Baby dabei in den eigenen vier Wänden geboren. Mütter, die ihr Kind zuhause entbunden haben, empfinden die Geburt meist als ein sehr berührendes, intimes und vor allem selbstbestimmtes Erlebnis ohne Stress. Zudem kehrt der Alltag mit Kind oft reibungsloser ein, da sich die Mutter in ihrer vertrauten Umgebung besser und zwangsloser auf ihre neue Rolle einstellen kann. Liegen keine Risikofaktoren vor, ist eine Hausgeburt zudem genauso „sicher“ wie eine Spitalsgeburt.

Hausgeburt – ja oder nein?

Hausgeburten eignen sich nur bei komplikationsfreiem Schwangerschaftsverlauf. Risikofaktoren wie beispielsweise Mehrlingsschwangerschaften, Erkrankungen der Frau (Schwangerschaftsdiabetes, hoher Blutdruck,…), Beckenend- oder Querlage des Kindes oder auch Komplikationen bei früheren Schwangerschaften und/oder Geburten sprechen gegen eine Hausgeburt. Auch auffallende Untersuchungsergebnisse bei freiwillig durchgeführten vorgeburtlichen Untersuchungen (Nackenfaltenmessung, Organscreening o.ä.) sprechen dagegen.

Ein Kind kann drei Wochen vor bis zu zwei Wochen nach dem errechneten Geburtstermin in den eigenen vier Wänden entbunden werden. Vor oder nach diesem Zeitraum muss die Geburt aufgrund des höheren Risikos unter medizinischer Aufsicht erfolgen.

Doch auch familiäre oder häusliche Aspekte sollten berücksichtigt werden. Wenn sich die werdende Mutter, der Partner bzw. der oder die Geburtsbegleiter oder ältere Geschwisterkinder nicht mit der Vorstellung einer Hausgeburt anfreunden können, kann eine Hausgeburt zu einem unangenehmen Erlebnis werden. Daher wird die Hebamme in persönlichen Gesprächen in der Frühschwangerschaft beratend mit den werdenden Eltern abklären, ob eine Hausgeburt sinnvoll ist. Die Abneigung gegen Spitäler spricht nicht automatisch für eine Hausgeburt, auch die Geburt in einem Geburtshaus kann eine gute Alternative zur klinischen Geburt sein. Natürlich sollte man bei der Wahl des Geburtsortes auf ausreichende Hygiene und die örtlichen Gegebenheiten geachtet werden.

Verläuft die Schwangerschaft problemlos und fühlen sich alle Beteiligten wohl bei dem Gedanken an eine Hausgeburt, steht diesem intimen Erlebnis jedoch nichts im Wege.

Die Aufgaben der Hebamme

Werdende Mütter, die zu Hause entbinden möchten, werden – zusätzlich zu den vorgeschriebenen Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen des Frauenarztes – spätestens ab der 20. Schwangerschaftswoche von einer Hebamme durch die restliche Schwangerschaft bis zur Geburt und darüber hinaus begleitet.

Daher ist es wichtig, so früh wie möglich Kontakt zu einer Hebamme aufzunehmen. In einem ersten Informationsgespräch geht sie auf Wünsche, Vorstellungen und Ängste der Schwangeren ein. Ein gegenseitiges Sympathie- und Vertrauensverhältnis erleichtert später die Geburt, daher darf eine Schwangere durchaus wählerisch sein bei der Suche nach einer geeigneten Hebamme.

Zu Beginn der Betreuung durch die Hebamme muss die werdende Mutter zudem über die verschiedenen Risiken einer Geburt aufgeklärt werden sowie eine Einverständniserklärung zur Hausgeburt unterschreiben.

Die Hebamme beantwortet Fragen zu Schwangerschaft, Geburtsablauf und Wochenbett, bereitet alle Beteiligten mit viel Erfahrung und Einfühlungsvermögen auf die Geburt vor und ist ab etwa drei Wochen vor dem errechneten Entbindungstermin rund um die Uhr abrufbereit. Zudem beobachtet sie den Schwangerschaftsverlauf sowie die Verfassung der Schwangeren, um mögliche Probleme frühzeitig erkennen zu können.

Die Hebamme kontrolliert auch die örtlichen Gegebenheiten und sorgt dafür, dass bereits vor der Geburt alle nötigen Dinge wie Handtücher und wasserfeste Unterlagen zur Verfügung stehen. Sie betreut die werdende Mutter ab dem Einsetzen der Wehen bis zur Geburt des Kindes durch den gesamten Geburtsverlauf. Mit ihrem Wissen und ihrer Erfahrung kann sie die Geburt zu einem stressfreien Erlebnis machen. Der intensive persönliche Kontakt zwischen Hebamme und werdender Mutter sowie die vertraute Umgebung wirken sich ebenfalls positiv auf die Geburt aus. Der natürliche Geburtsprozess steht dabei im Vordergrund. Wehenfördernde oder anderweitig einschreitende Medikamente darf eine Hebamme nicht verabreichen.

Die Hebamme untersucht nach der Geburt das Neugeborene sowie die Mutter und füllt die entsprechenden Seiten im Mutter-Kind-Pass aus. Zudem versorgt sie Geburtsverletzungen wie Risse oder Dammschnitt.

In den Wochen darauf besucht die Hebamme die Frau und ihr Kind rund sieben Tage lang täglich zuhause und übernimmt somit auch die Betreuung der Mutter im Wochenbett. Sie hilft bei Fragen zu Säuglingspflege und Stillen und achtet darauf, dass Mutter und Baby wohlauf sind.

Besonderheiten einer Hausgeburt

Anders als bei Spitalsgeburten dürfen bei Hausgeburten keine Medikamente wie etwa starke Schmerzmittel verabreicht werden. Doch die entspannte Umgebung sowie die intensive Betreuung durch die Hebamme sollen der Frau die Geburt auch ohne medizinische Hilfsmittel erleichtern.

Treten bei der Geburt jedoch Komplikationen auf, muss die Hebamme umgehend den Transport in das nächstgelegene Krankenhaus veranlassen. Die Krankenkassen übernehmen nur einen Teil der Kosten einer Hausgeburt. Spitalsgeburten werden hingegen zur Gänze von den Krankenkassen bezahlt.

hausgeburt.txt · Zuletzt geändert: 2014/09/26 11:12 von admin