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geburtsverletzungen [Wiki]

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geburtsverletzungen

Geburtsverletzungen

Zu den häufigsten Geburtsverletzungen zählen Schürfungen im Bereich der Scheide, Dammrisse und die präventiv vorgenommenen Dammschnitte.

Schürfungen sind mitunter ebenso schmerzhaft und unangenehm wie eine Dammverletzung. Sie entstehen während der Austreibungsphase, d.h. wenn das Baby nach vollständiger Öffnung des Muttermundes nach außen dringt und so das Licht der Welt erblickt.

Zu einem Dammriss kommt es, wenn der Scheideneingang während des Geburtsvorgangs so übermäßig gedehnt wird, dass er einreißt. Dies passiert meist dort, wo das Gewebe am Schwächsten ist, d.h. im Bereich zwischen Scheide und Anus, dem so genannten Damm.

Während der Geburt wird das Einreißen nur selten wahrgenommen, da dies meist während einer Wehe bei ohnehin stark gedehntem Damm passiert. In der Zeit nach der Geburt werden die Schmerzen jedoch häufig stark spürbar – vor allem beim Sitzen, beim Gehen oder auch beim Stuhlgang. Wichtig ist hier eine entsprechende Pflege des Damms: regelmäßige Sitzbäder mit Eichenrindenextrakt aus der Apotheke fördern die Wundheilung.

Immer wieder werden aber auch Dammschnitte (Episiotomien) durchgeführt, um so präventiv einem eventuellen Dammriss vorzugreifen. Der Dammschnitt wird mit einer speziellen Schere meist während einer Presswehe vorgenommen. Nach erfolgter Geburt kommt es zur Nachversorgung und zum Vernähen der Wunde.

Über die Notwendigkeit von vorsorglich durchgeführten Dammschnitten wird immer wieder diskutiert – nur selten ist ein Nutzen für Mutter und Kind festzustellen. Zudem kann kein Mediziner bzw. keine Medizinerin im Vorfeld wissen, ob der Damm überhaupt einreißen würde. Daher wird mitunter künstlich eine Verletzung herbeigeführt, die unter natürlichen Umständen nicht passiert wäre. Bezüglich der Wundheilung bietet der Dammschnitt keinen Vorteil gegenüber eines natürlichen Dammrisses. Fakt ist, dass bei einem natürlichen Dammriss der Damm nur so weit einreißt, wie notwendig. Selbst die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hält einen routinemäßig durchgeführten Dammschnitt für nicht notwendig und nicht rechtfertigbar.

Vorbeugung

Einem Dammriss kann jedoch vorgebeugt werden – einerseits durch die regelmäßige Dammpflege, auf die im Weiteren eingegangen werden soll, andererseits durch ein Trainingsgerät namens Epi-No.

Sowohl die Dammpflege als auch das Trainingsgerät können einen Dammriss nicht unbedingt verhindern, die Dammrissrate wird jedoch durch beide Maßnahmen nachweislich gesenkt.

Während der Geburt versucht die Hebamme, den Damm so gut als möglich zu schützen: sie wendet spezielle Grifftechniken und Öle an, bei einer Hausgeburt wird häufig ein in Kaffee getränktes Tuch gegen den Damm gedrückt – dies soll den Damm geschmeidig halten.

Die werdende Mutter beginnt mit der Dammpflege ab der 34. Schwangerschaftswoche – diese sollte mehrmals pro Woche durchgeführt werden. Die Dammpflege kann nicht nur einem Dammriss vorbeugen, auch vermag sie den Dehnungsschmerz während der Geburt zu vermindern.

Grundsätzlich verwendet man zur Damm-Massage ein qualitativ hochwertiges, kaltgepresstes Öl wie Sesam-, Arnika-, Jojoba- oder Johanniskrautöl. Fertig gemischte Damm-Öle gibt es aber auch im Drogeriemarkt bzw. in der Apotheke zu kaufen. Hat die Schwangere während einer vorangegangenen Geburt einen Dammriss erlitten, so empfiehlt es sich, eine Kupfersalbe zur Massage zu verwenden.

Die Damm-Massage kann selbst durchgeführt werden, ist ein Partner vorhanden, so ist es einfacher, sich massieren zu lassen. Eine Massage dauert nicht länger als fünf Minuten, sie besteht aus drei Massagetechniken, die nacheinander angewendet werden sollten:

  • Der Damm wird mit dem Daumen (die Frau wird sich mit dem Mittelfinger leichter tun) in kreisenden Bewegungen etwa eine Minute lang massiert, der Druck wird dabei langsam erhöht. Diese Massage erhöht die Druck- und Schmerzempfindlichkeit.
  • Der Daumen wird in Öl getaucht und abwechselnd links und rechts den Damm entlang in Richtung Schamlippen ausgestreift. Auch diese Massage sollte ca. eine Minute lang durchgeführt werden.
  • Zwei Finger werden ein kleines Stückchen in die Scheide eingeführt, so dass der Damm mithilfe des Daumens sanft gezupft werden kann. Diese Massage ist zu Anfang nicht unbedingt angenehm, ihre Effektivität ist jedoch nicht zu unterschätzen.
geburtsverletzungen.txt · Zuletzt geändert: 2014/01/09 21:23 von admin