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fruchtwasseruntersuchung [Wiki]

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fruchtwasseruntersuchung

Fruchtwasseruntersuchung

Eine Fruchtwasseruntersuchung, auch Amniozentese genannt, bezeichnet die Punktion der Fruchtblase zur Entnahme von fetalen Zellen, die sich im Fruchtwasser befinden.

In der Regel kann diese Untersuchung ab der 13. Schwangerschaftswoche vorgenommen werden, sie ist jedoch nicht vorgeschrieben und sollte wohl überlegt werden.

Eine Fruchtwasseruntersuchung wird werdenden Müttern meist dann empfohlen, wenn sie über 35 Jahre alt ist, wenn es Familienmitglieder mit Down-Syndrom gibt oder wenn es in einer vorangegangen Schwangerschaft zu Missbildungen des Kindes kam. Ob die Fruchtwasseruntersuchung tatsächlich vorgenommen wird, liegt jedoch allein im Ermessen der werdenden Mutter bzw. der werdenden Eltern. Es ist eine ganz persönliche Entscheidung.

Eine Fruchtwasseruntersuchung ist keine Garantie dafür, ein vollkommen gesundes Kind zu bekommen. Sie gibt Aufschluss über einige wenige und selten vorkommende Krankheiten bzw. Erbgutschäden (siehe unten), jedoch ist das Ergebnis nie zu 100% sicher.

Die Hebamme Ilona Schwägerl empfiehlt, eine Fruchtwasseruntersuchung nur dann durchführen zu lassen, wenn die Eltern schon vor der Untersuchung entschieden haben, die Schwangerschaft im Falle einer festgestellten Beeinträchtigung des Kindes abbrechen zu lassen. Jedenfalls ist es sinnvoll und ratsam, sich noch vor dem Eingriff Gedanken über die möglichen Konsequenzen zu machen.

Ablauf der Fruchtwasseruntersuchung

Im Vorfeld wird durch eine Ultraschalluntersuchung die Lage des Kindes in der Gebärmutter festgestellt und eine geeignete Einstichstelle zur Fruchtwasserentnahme ermittelt. Danach erfolgt unter Ultraschallkontrolle die Punktion der Fruchtblase, d.h. eine dünne Nadel wird durch die Bauchdecke in die Fruchtblase eingeführt.

Meist wird die Einstichstelle nicht betäubt – viele Frauen empfinden die Punktion wie eine gewöhnliche Injektion bzw. Impfung. Die Fruchtwasserentnahme dauert durchschnittlich zwischen fünf und 15 Minuten. Die werdende Mutter sollte sich danach einige Tage schonen und ausreichend ausruhen.

Nach erfolgter Punktion werden in etwa 10 bis 15 Milliliter Fruchtwasser entnommen. Das Fruchtwasser enthält verschiedene Zellen wie abgestoßene Hautzellen, Zellen des Magen-Darm-Trakts und Zellen der Nieren des Kindes. Diese Zellen werden in einem Labor kultiviert bzw. vermehrt und sodann einer DNA- bzw. Chromosomenanalyse unterzogen. Dies ermöglicht die Abschätzung bestimmter Fehlentwicklungen des zentralen Nervensystems, wie beispielsweise chromosomale Anomalien (z.B. Down-Syndrom) und verschiedene Erbkrankheiten. Auch kann das Geschlecht des Kindes ermittelt werden.

Erfolgt die Fruchtwasseruntersuchung erst im zweiten Schwangerschaftsdrittel, so können weitere Kennwerte ermittelt werden: Der Säuregehalt des Fruchtwassers lässt Rückschlüsse auf die Sauerstoffversorgung des Fötus zu und die Menge des Alpha-Fetoproteins kann Hinweise auf verschiedene Neuralrohrdefekte geben, d.h. auf Fehlbildungen, die aufgrund der unvollständigen Entwicklung des Neuralrohrs basieren.

Bei einer drohenden Fehlgeburt ab der 30. Schwangerschaftswoche kann eine Fruchtwasseruntersuchung zur Feststellung der Lungenreife, aber auch zur Diagnose etwaiger Blutgruppen-Unverträglichkeiten zwischen der werdenden Mutter und dem Kind durchgeführt werden.

Risiken einer Fruchtwasseruntersuchung

Eine Fruchtwasseruntersuchung ist ein chirurgischer Eingriff mit gewissen Risiken. So kann es während bzw. nach der Untersuchung zu Fruchtwasserverlust, Blutungen bzw. Verletzungen in der Gebärmutter, Verletzungen der Plazenta oder des ungeborenen Kindes, zu Kontraktionen der Gebärmutter und in 0,5 bis 1 Prozent der Fälle zu einer Fehlgeburt kommen.

Daher ist es besonders wichtig, dass sich die werdende Mutter nach dem Eingriff einige Tage lang konsequent schont!

fruchtwasseruntersuchung.txt · Zuletzt geändert: 2014/01/09 21:20 von admin