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epi-no [Wiki]

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Epi-No

Bei ungefähr zwei Drittel aller Geburten erleiden Frauen eine Dammverletzung, das heißt, der Damm reißt oder wird sogar präventiv eingeschnitten (Dammschnitt), um den Scheideneingang künstlich zu erweitern.

Epi-No – ein Trainingsgerät zur schrittweisen Dehnung der Scheidenmuskulatur und zur Simulation der Austreibungsphase – will diesem Umstand entgegenwirken.

Das Trainingsgerät besteht aus einem aufpumpbaren Ballon, der über einen Schlauch mit einem Manometer, also einem Druckmessgerät, verbunden ist. Mit dem Training wird in der 38. Schwangerschaftswoche begonnen: so wird der Ballon einmal am Tag von der werdenden Mutter in die Scheide eingeführt und schrittweise aufgepumpt. So können Scheide und Damm Stück für Stück gedehnt und auf die bevorstehende Belastung während der Geburt vorbereitet werden. Der aufgepumpte Ballon wird sodann einige Sekunden durch gezieltes Anspannen der Beckenbodenmuskulatur in der Scheide gehalten und dann langsam ausgelassen. Mit dem Hinausgleiten des Ballons wird die Austreibungsphase bei der Geburt simuliert.

Eine Studie* aus dem Jahr 1999 endet mit folgenden Schlussfolgerungen: „Durch eine langsame, schonende, mechanische Vordehnung von Damm und Scheide, die die Schwangere selbst regulieren kann, können sowohl Dammschnitte als auch andere Geburtsverletzungen reduziert werden.“ Das tägliche Geburtstraining verringert zudem die Angst vor der Geburt, aber auch den Schmerzmittelbedarf.

Epi-No wird mittlerweile häufig von Hebammen empfohlen, da die Dammrissrate durch das Training nachweislich gesenkt werden kann. Nähere Infos zum Trainingsgerät finden sich unter www.epi-no.at.

* „Trainingsgerät zur Geburtsvorbereitung und Vermeidung von Episiotomien“, Prof. Dr. KTM Schneider et al. Veröffentlicht. 19. Deutscher Kongress für Perinatale Medizin. Berlin. 1999

epi-no.txt · Zuletzt geändert: 2014/01/09 21:14 von admin